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Spirituelle Kraftorte finden wir überall auf der Welt. Ob natürlichen Ursprungs oder in Form einer zum Ausdruck gebrachten menschlichen Schaffung. Doch was macht einen Kraftort zu einem Kraftort? Und welche Rolle nehmen Kontraste dabei ein?
Ein Kraftort, so sagt man, ist ein Ort besonderer, spiritueller Energie.
Er spendet Kraft, klärt und wirkt bewusstseinsverändernd.
Er spendet Kraft, klärt und wirkt bewusstseinsverändernd.
Ist man im Tessin unterwegs, muss man nicht lange suchen, um auf einen kraftspendenden Ort zu treffen. Die Umgebung selbst und die Kraft der Berge stellen diese in voller Pracht zur Verfügung. Sucht man jedoch einen von menschlicher Hand erschaffenen Kraftort, führt der Weg, wie von einem Magnet angezogen, nach Mogno.
1986 wird der kleine Ort inmitten der Berge von einer Lawine überrascht. Bei dem Unglück wird die kleine Kirche des Dorfes aus dem 17. Jahrhundert zerstört. Ein Wahrzeichen, das Schutz bieten soll und von vielen als spiritueller Energiegeber wahrgenommen wird. Kurze Zeit nach dem Unglück bringt der Architekt Mario Botta die energetische Kraft des gesamten Gebietes in Form einer neuen Bergkirche ins Dorf zurück.
Außen ein Berg, innen strahlendes Licht – so könnte man das Wesen der neuen San Giovanni Battista beschreiben. Trotz dominanter und massiver Bauweise, die einem Berg gleicht, wirkt die neue Kirche in Mogno auf Augenhöhe. Sie integriert sich und wird Teil der Umgebung. Sie protzt nicht, sondern vereint die Einfachheit der Umgebung und den Wandel der Gezeiten. Nichts als natürliche und in der Umgebung vorkommende Materialien treffen aufeinander. Das mutige Vorgehen Bottas, Gesteinsmaterialien aus der Umgebung zu kombinieren und so für Kontraste in Schwarz und Weiß zu sorgen, war anfangs sehr umstritten. Heute bildet dieser Mut eine Sehenswürdigkeit, die losgelöst von Regeln, Natürlichkeit und Kraft in sich vereint. Wie die Sonne, die das Tal von morgens bis abends begleitet, strahlt sie durch das Glasdach der San Giovanni Battista. Sie sorgt für Licht- und Schattenspiele, die Veränderung und Dynamik zulassen. Organische Formationen und starre geometrische Linien ergänzen das Gesamtbild und geben ein Gespür für die wilde und freie Struktur des umliegenden Bergmassivs.
Schwarz und Weiß, Hell und Dunkel, Yin und Yang, Anziehen und Abstoßen. All das ist in der San Giovanni Battista auf unterschiedliche Art und Weise zu entdecken und zu spüren. Aus dunklen Zeiten, in denen Unglück und Tragödie auf ein kleines Dorf niederprasselten, ist etwas Neues entstanden. Etwas, das nicht nur die Geschichte des Ortes erzählt, sondern auch die Schönheit der Umgebung in sich vereint. Ein Ort, der von Kontrasten, Veränderung und Einfachheit lebt, der nicht urteilt, der annimmt und Raum für bewusste Wahrnehmung und Kraftgebung bietet.